Neuer Pwgs 41 von Fleischmann

Da auch Güterzüge einen Zugführer brauchten, musste für diesen Beamten und zweckmäßigerweise auch für den Wagenmeister und Rangierer ein Wagen gebaut werden, der mehrere Funktionen erfüllen musste: Dienstplatz für den Zugführer und Wagenmeister, Aufenthaltsraum für Rangierer und Bremser und bei Bedarf auch Ladefläche für besondere Güter. Schon in den 80er Jahren des vorletzten Jahrhunderts wurden solche Wagen gebaut, die aus den Gepäckwagen für Personenwagen abgeleitet wurden. Nach und nach haben auch diese Wagen ihr Aussehen verändert und waren als Güterzug-Begleitwagen unverkennbar. Sie mussten in allen Güterzügen eingestellt werden, vorzugsweise gleich hinter der Lok.

Anfangs war allen Güterzug-Begleitwagen gleich, dass sie für den Zugführer einen erhöhten Sitz mit Ausblick über den Zug hatten, damit er im Fall der Fälle (z.B. Zugtrennung) ein Warnsignal für den Lokführer abgeben konnte. Bremstechnisch war die Höchstgeschwindigkeit auf 65 km/h begrenzt. In Preußen entwickelten sich die Güterzug-Begleitwagen von Wagen mit Stirnfronttür mit Überdach zu der kompakten Bauform nach Musterblatt IIa 13a, der dann später der meistgebaute Güterzug-Begleitwagen werden sollte. Von 1913 bis 1929 wurden rund 7.200 Wagen gebaut.

Dieser Güterzug-Begleitwagen war recht langlebig: Erst 1972 wurden die letzten Pwg 014 bei der DB ausgemustert, bei der DR erst Ende der 80er Jahre. Ungefähr zur gleichen Zeit wurde bei der DB auch der Zugführer wegrationalisiert und der Lokführer bekam die Wagen- und Ladepapiere. Damit wurden die Güterzug-Begleitwagen überflüssig. Heute dürfte auch dies der Vergangenheit angehören, die Papiere werden elektronisch übermittelt. Anfangs waren die Güterzug-Begleitwagen braun gestrichen, ab Ende der 30er Jahre bekamen sie einen grünen Anstrich. Erst Ende der 30er Jahre des letzten Jahrhunderts dachte man an eine Modernisierung der Begleitwagen nach und baute in einer kleinen Serie den Pwgs38. Nach dem Anschluss Österreichs wurde der Bedarf an Begleitwagen dringender und heraus kam der Pwgs-41, dem Vorbild des neuen Modells. Den gab es in drei Bauformen:

• Wagen mit windschnittiger Dachkanzel (Bj. 1940, 25 Wagen)
• Wagen mit vereinfachter Dachkanzel (Bj. 1941-1943, 198 Wagen)
• Wagen ohne Dachkanzel (Bj. 1941-1942; 464 Wagen).

Klaus

Bereits seit dem Jahr 1993 schaut sich Klaus verschiedene Fahrzeugmodelle in der Spurgröße N genauer an. Meistens wird das Vorbild des Modells besprochen. Auch auf Produkte anderer Hersteller wird verwiesen. Anfangs wurden diese noch in der Fachzeitschrift "N-Bahner" abgedruckt, bis diese im Jahr 2014 eingestellt wurde. Seitdem sind einige aktuelle Artikel auf der Seite von dm-toys.de erschienen.